Einführung von Total Productive Maintenance (TPM)     

Grundlagen:

TPM einfach mit "Vollkommen produktive Instandhaltung" zu übersetzen wäre zwar sprachlich korrekt, würde aber inhaltlich nicht passen. Natürlich geht es darum, eine erstklassige Instandhaltung aufzubauen, doch nicht als Selbstzweck, sondern mit dem Ziel von total produktiven Maschinen, Anlagen und Produktions-prozessen!

Die Instandhaltung ist das Mittel zur Erreichung einer sehr hohen Anlagenverfügbarkeit (Kennzahl OEE = Overall Equipment Effectiveness) und damit einer hohen Produktivität in der Fabrik. Auch bedarf es nicht für alle Arbeiten einer eigenen Instandhaltungsabteilung. Vielmehr ist es wichtig, das Personal vor Ort sinnvoll einzubeziehen.

TPM ist ein Baukasten aus vielen bewährten Methoden und kann stufenweise eingeführt werden. Dabei gibt es Elemente, die generell sinnvoll sind (Grundreinigung, TPM-gerechte Maschinenausstattung, autonome Instandhaltung, Auditierung) und solche, die fallweise eingesetzt werden können (z. B. Geräusch-überwachung von Lagerstellen, Thermografie von Wärmequellen).

 

Ablauf eines TPM-Einführungs-Projekts:

  • Ermittlung des Ist-Zustands möglichst aller Produktionseinrichtungen und der vorhandenen Instandhaltungsorganisation
  • Einführung der OEE-Kennzahl bei Produktionsanlagen mit A-Priorität
  • Festlegung eines Pilotbereichs und einer Pilotanlage zur Einführung von TPM
  • Durchführung eines TPM-Workshops an der Pilotanlage:
    • Grundreinigung und Kennzeichnung von Schwachstellen
    • Sofort-Instandsetzung soweit möglich
    • Pilotanlage TPM-gerecht ausstatten
    • autonome Instandhaltung planen, vorbereiten und schulen
    • Überwachung / Auditierung der autonomen Instandhaltung
  • Planung der weiteren Umsetzung von TPM auf anderen Anlagen und in anderen Produktionsbereichen
  • Präsentation des Pilotprojekts und der weiteren Planung vor der Geschäftsführung, Werk- oder Segmentleitung. Ggfs. Vereinbarung weiterer Pilotprojekte oder TPM-Beratungspakete.

 

Typische Ergebnisse:

Das Ziel einer Gesamt-Anlagenverfügbarkeit (OEE) von über 95% kann bei strikter Umsetzung der Systematik in der Regel mittelfristig erreicht werden.

Voraussetzung ist natürlich (wie immer) ein gutes Engagement der Beteiligten und die entsprechende Unterstützung der zuständigen Führungskräfte.

 

 

 

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