Visuelles Management Teil 2: "Visualisierung von Kennzahlen"

 

Beispiel aus der Unternehmenspraxis

Es ist Oktober und der Produktionsleiter Wilhelm K. soll für die Geschäftsleitung eine Prognose für die Ergebnisse im letzten Quartal machen. Dies ist die "heiße Zeit", in der der Jahreserfolg maßgeblich beeinflusst wird. Herr K. hatte sich zuletzt im Sommer die Produktivität der wichtigsten Produktionslinie angesehen und da sah es noch ganz gut aus. Jetzt ist er schockiert: Der Output der Linie liegt aktuell 20% unter Soll und sie zeigt immer mehr Störungen und Qualitätsprobleme. Das Kaizenprojekt zur Leistungssteigerung ist weit hinter Plan und der Krankenstand in dem Bereich wird immer kritischer.

"Wie konnte das nur passieren", denkt Herr K. "Warum ist das denn niemandem aufgefallen? Jetzt haben wir ein großes Problem das Jahresergebnis noch zu schaffen!"

 

 

Fazit des Praxisbeispiels

Produktions- und andere Kennzahlen zu haben ist gut. Diese auch zu verfolgen ist besser. Und noch besser ist es, diese von den maßgebenden Personen an der (Wertschöpfungs-) Basis verfolgen und aktiv gestalten zu lassen! Hier, also auf dem Shopfloor, müssen die Zahlen so regelmäßig verfolgt werden, dass Abweichungen frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen noch rechtzeitig greifen können. Und hier sollte sich das Management regelmäßig über Entwicklungen und Aktionen informieren.

 

 

Visualisierung schafft Klarheit

Kennzahlen sind für die Steuerung eines Unternehmen unabdingbar. Sie helfen, bei der Vielzahl von Tagesereignissen die übergeordneten Gesamtziele im Blick zu behalten, die richtigen Prioritäten zu setzen und diese konsequent zu verfolgen.

Dazu sind die unternehmensspezifisch relevanten Kennzahlen festzulegen und so eindeutig zu definieren, dass eine Manipulation ausgeschlossen ist. Die Kennzahlen können aus verschiedenen Erfolgsfeldern stammen: Qualität, (Produktions-) Mengen, Kosten, Investitionen, Projekte, Personal, usw. Für den Anfang sollten 20 bis max. 30 Kennzahlen ausreichen.

Bei Kennzahlen, die einen zeitlichen Verlauf darstellen (SPC-Regelkarten etc.), muss das Erfassungs-Zeitintervall so gewählt werden, dass eine Reaktion auf Zielabweichungen rechtzeitig erfolgen kann. Dabei bietet sich eine Einteilung der Darstellung in grün-gelb-rot-Bereiche an, die sich auf die gesetzten Ziele beziehen und anhand des spezifischen Risikos enger oder weiter zu wählen sind.

Wenn in den Visualisierungsbereichen auch Unternehmensfremde Einblick haben, sollten sensible Kennzahlen nicht in absoluten Zahlen, sondern als %-Angaben (bezogen z.B. auf den Zielwert) gemacht werden.

Es gibt also eine Reihe von Punkten zu beachten, damit eine Kennzahlen-Visualisierung den gewünschten Erfolg erzielt und gleichzeitig der Aufwand und das Risiko gering bleiben.

 

 

Unser Beratungsangebot

  • Analyse der Ist-Situation visualisierter Kennzahlen im Unternehmen (was, wo, wie, warum)
  • Schulung des Managements zur "Strategie" der Visualisierung von Kennzahlen (Ziel, Zweck, Gestaltung, Verantwortung der Führungskräfte)
  • Workshops zur Vorbereitung und Umsetzungsplanung der Kennzahlen-Visualisierung
  • Schulung der beteiligten Mitarbeiter zu ihren neuen Aufgaben
  • Umsetzung der erarbeiteten Konzepte in der Praxis
  • Längerfristige Begleitung zur nachhaltigen Sicherung des Erfolgs


Beginnen Sie jetzt mit der Einführung Ihrer Kennzahlenvisualisierung, damit Sie nicht im Oktober eine unschöne Überraschung erleben, wie unser fiktiver Produktionsleiter im Praxisbeispiel.

     

    Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte einfach unverbindlich unter 0228/71017-204 oder unter info@koldewitz.de.

     

    Viel Erfolg mit Ihrer effizienten Kennzahlenvisualisierung

    wünscht Ihnen

    das Team von Koldewitz - Sachverstand